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Saisonarbeitsplatz Schule
Pflichtunterricht wird mit Zeitverträgen abgedeckt Stuttgart – Mit rund 2.000 VertragslehrerInnen wurden nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung
und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg im Schuljahr 2001/2002 Löcher in der Unterrichtsversorgung gestopft. „Die so genannten Vertragslehrerinnen und -lehrer mit befristeten Verträgen, die im vergangenen Schuljahr zum
Beispiel als Krankheitsvertretungen eingestellt wurden, sind mit Ferienbeginn entlassen worden. Sie wissen in der Regel noch nicht, ob sie im nächsten Schuljahr wieder unterrichten dürfen. Es ist ein Skandal und
pädagogisch unverantwortlich, wie mit engagierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den betroffenen Schülerinnen und Schülern umgegangen wird“, sagte am Freitag (26.7.) in Stuttgart Rainer
Dahlem, Landesvorsitzender der GEW.Die GEW kritisiert, dass viele VertragslehrerInnen über mehrere Jahre befristete Arbeitsverhältnisse erhalten, sich in den Sommerferien arbeitslos melden müssen und
jedes Jahr neu auf eine feste Anstellung vertröstet werden. „Es gibt Lehrerinnen und Lehrer, die in den Sommerferien eine Aushilfstätigkeit annehmen müssen, damit sie ihre Miete bezahlen können“, sagte Dahlem. Die GEW
verlangt, die ständige Lehrerreserve an allen Schularten auf sechs Prozent auszubauen und VertragslehrerInnen eine Einstellungsperspektive zu bieten. Derzeit müssen Lehrkräfte, die mitten im Schuljahr als
Vertragslehrer eine Klasse übernommen haben, jetzt die Schule wieder verlassen. Den SchülerInnen wird im neuen Schuljahr erneut ein Klassenlehrerwechsel zugemutet. „Im Interesse pädagogischer Kontinuität muss es möglich
sein, besonders solche Klassenlehrerverträge zu verlängern“, sagte Dahlem. |