Weitere zusätzliche LehrerInnenstellen sind notwendig Stuttgart – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg forderte am Mittwoch (15.5.) die Landesregierung auf, ein
Sofortprogramm „Lehrereinstellung 2005“ zu verabschieden. „Die Unterrichtsversorgung hat sich trotz neuer Stellen seit vergangenem Jahr verschlechtert und der Unterrichtsausfall wird auch in den nächsten Jahren weiter
zunehmen. Die bisher beschlossenen neuen Stellen reichen nicht aus, um angesichts steigender Schülerzahlen in den weiterführenden Schulen und des 2003 landesweit startenden Fremdsprachenunterrichts an den Grundschulen
die schlechte Situation zu verbessern“, sagte in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem. Die GEW kritisiert, dass das Kultusministerium in Zukunft auf Stichproben zur Unterrichtsversorgung
verzichten will. „Vor allem die Eltern haben ein Recht zu erfahren, wie die Situation an den Schulen im Land insgesamt aussieht. Kultusministerin Schavan scheint die negativen Schlagzeilen zu fürchten und erklärt die
Unterrichtsversorgung zur Geheimsache“, sagte Dahlem. Die GEW verlangt neben zusätzlichen LehrerInnenstellen ein Gesamtkonzept für alle Schularten. „Es darf nicht sein, dass es nur die verlässliche
Grundschule gibt und im Nebengebäude in der Hauptschule die Schülerinnen und Schüler nach Hause geschickt werden, wenn Lehrerinnen und Lehrer krank werden. Alle Schülerinnen und Schüler haben ein Recht auf verlässlichen
Unterricht“, so Dahlem. |