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Einigung bei Beamtenbesoldung Entlastungen für ältere Lehrer/innen notwendig
Begrüßenswert nach dem Kompromiss der Beamtenbesoldung ist die lineare
Gehaltserhöhung um 2,9 % ab 2008, nachdem Beamte jahrelang "die Sparschweine der Nation" waren. Die GEW begrüßt auch die Zusage, das Deputat der Lehrkräfte nicht zu erhöhen. Schmerzhaft ist die Kürzung des
Weihnachtsgelds, die real von der Aufbesserung der Gehälter abgezogen werden muss. Lehrer/innen über 50 Jahre trugen in den letzten Jahren besonders zur Bewältigung des Schülerbergs bei, durch die so
genannte Vorgriffsstunde, Deputatserhöhungen und den Verlust der Altersermäßigung. Die GEW wendet sich gegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit für Lehrerinnen und Lehrer, die noch im Raum steht. Anstatt Methusalems
in die Klassenzimmer zu stellen, müssen junge Bewerber eingestellt und die älteren Lehrkräfte entlastet werden. Bislang ist Altersteilzeit nur Angestellten und Schwerbehinderten erlaubt. Dabei gehört die Lehrtätigkeit
nach arbeitsmedizinischen Untersuchungen zu den am meisten belasteten Berufen. Zusagen Günther Oettingers, den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu verbessern, wurden bislang nicht eingehalten. Unheil droht
durch die Föderalismusreform. Sie macht das Lehrpersonal abhängig von der Haushaltslage der Länder und kann bei der Besoldung in einen Wettbewerb ausarten, nach dem Motto: "Wer bietet weniger?" Eine weitere
Verschlechterung könnte junge Menschen in unserem Land vom Berufswunsch Lehrer/in abschrecken oder in attraktivere Bundesländer vertreiben. Die große Pensionierungswelle in überalterten Lehrerkollegien, die demnächst
ansteht, würde von Land zu Land zu einem Wettlauf um besonders befähigte Nachwuchskräfte führen. Baden-Württemberg muss für potenzielle Junglehrer/innen attraktiv bleiben. |