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Referendare sollen erfahrene Lehrer/innen ersetzen Das Kultusministerium hat offensichtlich seine im Jahr 2005 gemachte Zusage wieder zurückgenommen, wonach die durch Referendare an Grund-, Haupt- und Realschulen gehaltenen
Unterrichtsstunden bei der Lehrerzuweisung an die Schulen nicht voll angerechnet wurden. „Das würde jetzt bedeuten, dass Schulen mit mehreren Referendaren als überversorgt gelten und erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen
versetzt werden müssen“, sagte Dahlem. Die GEW schlägt vor, dass weiterhin keine Stamm-Lehrkräfte von der Schule wegversetzt werden. „Sonst wird auch die Bereitschaft der Schulen, Referendare
auszubilden, stark zurückgehen. Schon jetzt wird der hohe Ausbildungsaufwand für Mentorinnen und Mentoren sowie für die Schulleitung kaum honoriert, obwohl sich die Lehrerausbildung seit der Bildungsplanreform erheblich
erschwert hat“, so Dahlem. Zum Beispiel führt der nur einjährige Unterrichtseinsatz während der Ausbildung an Grundschulen zu häufigen Wechseln der Lehrkräfte, da die Referendare nur ein Jahr in der
Klasse sind. Da an den Hochschulen immer noch Fächer studiert, aber an den Schulen Fächerverbünde unterrichtet werden, müssen die Ausbildungsseminare und Schulen diese Defizite ausgleichen. „Die
Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung während der Ausbildung und die volle Anrechnung der Stunden geht auf Kosten der Ausbildung, der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Kinder“, sagte Dahlem. |